Laserschneiden
Laserteil anfragen

Das Laserschneiden, auch als Laserstrahlschneiden oder CNC-Laserschneiden bezeichnet, ist ein thermisches Trennverfahren, was wir tagtäglich in der Blechbearbeitung einsetzen. Mithilfe des Laserschneidens können verschiedene Materialien wie Stahl oder Aluminium in Plattenform oder dreidimensionalen Körpern, wie Profile und Rohre, geschnitten werden.
Wir setzen sowohl Sauerstoff als auch Stickstoff zum Schneiden unterschiedlicher Materialien ein.

Je nach Materialauswahl ist zu beachten, dass teilweise zusätzliche Bearbeitungsschritte erforderlich sind, um zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen. Schneidgrate bzw. Spannungen im Bauteil, welche durch die Laserbearbeitung entstehen, können Sie in der Anfrage z.B. durch Entgraten oder Richten korrigieren. Bitte berücksichtigen Sie bei Materialien mit Schutzfolie, dass es durch die Wärmeeinwirkung zu schwer entfernbaren Kleberückständen entlang den Schnittkonturen kommen kann und sich die Folie an diesen Stellen schlecht lösen lässt.

Laserspritzer

Je nach Material und Blechdicke kann es beim Laserschneiden zu Metallspritzern auf der Oberfläche kommen. Dies kann durch das Verfahren (Lasereinstich), das Bauteil (Bauteilgeometrie oder Bauteilkontur) oder die Fertigung (Bauteilverschachtelung und Lage auf den Lamellen) geschehen und lässt sich im Vorfeld nur schwer beeinflussen.

Laserspritzer können jedoch relativ einfach durch Entgraten entfernt werden und stellen in der Regel keinen Reklamationsgrund dar. Sofern Ihre Bauteile eine empfindliche Oberfläche haben oder frei von Spritzern sein müssen, empfehlen wir Ihnen in der Anfrage die Option „Entgraten“ als zusätzlichen Fertigungsschritt auszuwählen.

Gratbildung

Auch eine Gratbildung an den Schnittkanten ist abhängig von Material oder Blechdicke möglich. Diese Grate werden bei uns durch Entgraten oder durch Trowalieren entfernt.
Wir empfehlen bei der Anfrage die Option „Entgraten“ wie folgt auszuwählen, bei
Aluminium: ab 1 mm | Edelstahl: ab 1,5 mm | Stahl: ab 3 mm.
Weitere Angaben hierzu lesen Sie unter Entgraten.

Anlassfarben

Je nach Material und Teilekontur kann es beim Laserschneiden zu einer Verfärbung des Materials kommen. Besonders bei kleinen Geometrien/Konturen und engen Stegen ist eine Verfärbung des Werkstückes nahezu unumgänglich, da hier die Hitze des Lasers nicht abfließen kann. Diese Verfärbung kann jedoch durch Schleifen entfernt werden und stellt keinen Reklamationsgrund dar.

Rauheit der Laserschnittkontur

Rillen auf der Schnittkontur bzw. an den Schnittflächen bezeichnet man als sogenannte Rauheit. Diese kann durch Entgraten nicht entfernt werden, ist jedoch trotzdem kein Reklamationsgrund.

Welche Laserschneidverfahren gibt es?

Je nach Werkstoff, Anwendung und der Wirkungsweise der eigesetzten Laser wird das Laserschneiden in verschiedene Verfahren unterteilt.

Laserstrahlschmelzschneiden

Laserstrahlschmelzschneiden gewährleistet eine hohe Schnittqualität und ist äußerst präzise. Bei diesem Verfahren wird das Material entlang der zu schneidenden Kontur durch den Laserstrahl geschmolzen und die beim Schneidprozess anfallende Schmelze mit einem Gasstrahl unter hohem Druck ausgeblasen. Die Energie des Laserstrahls wird punktgenau zugeführt und somit eine ungewollte Oxidbildung vermieden.

2D-Laserschneiden

Für plattenförmige Materialien ist das 2D-Laserschneiden die ideale Fertigungslösung, da fast alle Werkstoffgruppen schnell und mit niedrigen Kosten bearbeitet werden können. Gerade gegenüber konventionellen Verfahren wie z.B. dem Stanzen kommen die Vorzüge dieser Technik zum Tragen, da sich auch kleine Stückzahlen mit hoher Qualität wirtschaftlich fertigen lassen.

Laserstrahlbrennschneiden

Laserbrennschneiden beruht auf der gleichen Funktionsweise wie das Schmelzschneiden und kommt meist zum Trennen dicker Materialien zum Einsatz. Dabei wird reiner Sauerstoff auf den Schnittpunkt geblasen, welcher mit dem Werkstoff reagiert und eine hohe Wärmeenergie bildet. So kann das Material punktuell geschnitten werden und die anfallende Schmelze wird aus der Schnittfuge geblasen.

3D-Laserbearbeitung

3D-Laserschneiden wird dort eingesetzt, wo komplexe 3D-Geometrien mit absoluten Maßgenauigkeiten gefertigt werden müssen. Der Bearbeitungsprozess erfolgt auf Laserschneidanlagen, welche auch eine kombinierte Laser-Stanzbearbeitung in einem Arbeitsgang ermöglichen. Typische Anwendungen sind Herstellung dreidimensionaler Durchbrüche oder Rohkarosserien.

Laserstrahlsublimationsschneiden

Beim Lasersublimationsschneiden wird das Material mit einem Laserstrahl unter sehr großer Hitzeentwicklung zum Verdampfen gebracht. Dieser Prozess wird als Sublimation bezeichnet und vermeidet die Bildung von Materialschmelze. Deshalb wird der mitgeführte Gasstrahl nicht zum Ausblasen der Schnittfuge, sondern zum Schutz der empfindlichen Linsen und Spiegeln eingesetzt. Typische Beispiele sind das Schneiden von Kunststoffen mit klaren Schnittkanten.

Rohrlaserbearbeitung

Rohrlasern erfolgt auf Laserschneidmaschinen, welche mehrere konventionelle Methoden der Rohr- und Profilverarbeitung in einem Arbeitsschritt vereinigen. So können nicht nur runde, sondern auch Rohre mit quadratischen, rechteckigen oder ovalen Querschnitten mit dem Laser maßgenau bearbeitet und das Einbringen von Konturen in einer Aufspannung realisiert werden.

Die Vor- und Nachteile des CNC Laserschneidens

Grundsätzlich handelt es sich beim Laser um ein äußerst flexibles Fertigungsverfahren, so dass das Laserschneiden von vielen Materialien in unterschiedlichsten Dicken möglich ist. Im Allgemeinen ist der Schneidspalt beim Laserschneiden sehr schmal. Vergleicht man die Qualität des Laserns mit anderen Schneidverfahren, schneidet der Laser sehr gut ab. Je nachdem, was für eine Anlage zum Laserschneiden verwendet wird, sind nahezu alle Materialien bearbeitbar.

Vorteile auf einen Blick

  • Gute Wirtschaftlichkeit, da hohe Materialausnutzung
  • Kennzeichnen/Gravieren und Schneiden mit der gleichen Laserstrahlquelle in einem Arbeitsgang
  • nahezu alle Materialien bearbeitbar
  • hohe Flexibilität
  • geringe Mindeststückzahlen
  • schmale, saubere Schnittkanten, je nach Werkstoff ohne Nachbearbeitung

Typische Einsatzbereiche der Laserschneidtechnologie

  • Maschinen- und Fahrzeugteile
  • Formteile und Verblendungen
  • Trägerelemente und Halterungen
  • Möbelteile, Rund- und Rohrprofile
  • Baustahl, Werkzeugstahl
  • Nichteisenmetalle
  • Aluminiumlegierungen
  • Lackiert, verzinkt, beschichtet

Da das Laserschneiden ein berührungsloses Trennverfahren ist, eignet es sich prinzipiell für alle metallischen aber auch nichtmetallischen Materialien. Metalle, Glas, Kunststoffe, Keramik, Holz oder Papier – der Laser bietet eine umfangreiche Materialvielfalt und schneidet plattenförmige oder dreidimensionale Werkstoffe ohne Krafteinwirkung und toleranzgenau ohne mechanische Nachbearbeitung. Bei Laserteile4you schneiden wir aktuell jedoch nur Metalle. Eine Übersicht unserer verfügbaren Werkstoffe finden Sie in unserer Materialauswahl.

Welche Schnittbreiten sind beim Laserschneiden möglich?

Durch Laserschneiden können schmale Schnittbreiten von 1,0 mm und Genauigkeiten von +/- 0.1 mm/m erreicht werden. In der Mikrobearbeitung dagegen kommen meist Festkörperlaser zum Einsatz, welche Feinschnitte mit Breiten bis zu 20 µm Breite ermöglichen. Dabei gilt: Werkstoff, Teilegeometrie und das eingesetzte Verfahren sind wichtige Faktoren für die erzielbaren Toleranzen.

Laserschneiden im Vergleich zu anderen Trennverfahren

Die Frage nach dem idealen Trennverfahren ist von verschiedenen Faktoren abhängig, da je nach Schneidaufgabe eine bestimmte Technologie am sinnvollsten ist. So sind das Material und die individuellen Rahmenbedingungen wichtige Parameter für die Wahl des optimalen Schneidverfahrens.

Laserschneiden:

Gerade im Dünnblechbereich ist der Laser das ideale Schneidwerkzeug, da eine optimale Schnittqualität und hohe Schnittgeschwindigkeiten garantiert sind.

Wasserstrahlschneiden:

Wenn Werkstücke nicht thermisch beeinflusst werden dürfen oder dicke Materialstärken geschnitten werden müssen, führt kein Weg am Wasserstrahl vorbei.

Plasmaschneiden:

Dieses Verfahren garantiert hohe Schnittgeschwindigkeiten. Doch ist diese Technik nur für große Blechstärken geeignet und erfordert eine Nachbearbeitung der Teile.

Brennschneiden:

Ist zum Trennen von Baustählen die richtige Wahl. Dabei sind die geringe Maßhaltigkeit und der hohe Wärmeeintrag in den Werkstoff zu beachten.

 

Fazit: Die Wahl des richtigen Schneidverfahrens entscheidet in der Praxis über die optimale Lösung der Schneidaufgabe. Doch stehen diese Verfahren in keiner Konkurrenz zueinander, sondern bilden gemeinsam eine sinnvolle Allianz.

Bei Laserteile4you bieten wir unseren Kunden eine Vielzahl an unterschiedlichen Fertigungstechniken, um je nach Anforderung den optimalen Bearbeitungsschritt mit einem Höchstmaß an Fertigungsgüte gewährleisten zu können.

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